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Achtsamer Yoga in der Arbeit mit Depressionen

Depressiver Mann, Achtsamer Yoga hilft bei Depressionen

Das Problem der Konzentration

Menschen, die unter Depressionen und innerer Unruhe leiden haben oft Schwierigkeiten, einen Bodyscan oder eine Sitzmeditation zu praktizieren. Der Geist tendiert dazu abzuschweifen und verliert sich in endlosen Gedankenschleifen, der Körper wird kaum wahrgenommen.

 

Körperempfindungen als Anker im Hier und Jetzt

Beim achtsamen Yoga wird der Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Depressive Menschen können so eine reale Erfahrung mit ihrem Körper machen, im Unterschied zu den oft auftretenden irrealen Ängsten und Befürchtungen. Über die ganze Bandbreite der Körperempfindungen, die in einer kurzen Yogasequenz auftreten, kann der Geist gebunden und geschult werden. Dehnungen verankern uns im Hier und Jetzt und ermöglichen uns, den Körper präsenter zu fühlen. Auch wenn wir uns nicht gut in unserem Körper spüren, können wir wahrnehmen, wie die Fußsohlen den Boden berühren oder wie sich die Muskeln in bestimmten Asanas anspannen und wieder entspannen. (Kleine Bemerkung am Rande: Darüberhinaus werden durch Bewegung Serotonin und Dopamin ausgeschüttet, Stress abgebaut und Angst gedämpft.)

Vielleicht spüren wir beim Praktizieren Verspannungen oder andere unangenehme Empfindungen. Diese versuchen wir anzuerkennen als das was sie sind - Körperempfindungen, die jetzt in diesem Moment da sind - Körperempfindungen, die kommen und gehen oder durch einen Bewegungsimpuls stärker oder schwächer werden. Immer wieder führen wir den Fokus auf diese Körperempfindungen zurück.

Dies können wir später auch auf den Geist und die Gefühle übertragen. Denn auch Gedanken und Gefühle kommen und gehen, sind unangenehm, schmerzhaft … können sich aber auch wieder verändern und verblassen.

Wenn Du dich für das Thema Yogatherapie bei Depressionen interessierst, dann schau dir unsere Integrale Yogatherapie Ausbildung (Modul 3) an. 

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