Yoga Nidra

Yoga Nidra Wochenend-Seminar

Was ist Yoga Nidra?

Yoga Nidra Einleitung Video YoutubeLerne Yoga Nidra im Wochenend-Seminar kennen! Yoga Nidra – der yogische Schlaf – ist eine aus Indien stammende Entspannungs- und Meditationsmethode, deren Ursprung im Tantrismus zu finden ist. Der Yogameister Swami Satyananda Saraswati hat diese Praxis vereinfacht und in eine zeitgemäße Form gebracht, sodass sie sich gut in den modernen Alltag integrieren lässt.
Die Übung von Yoga Nidra zeigt, dass über das körperliche Loslassen ein Eintauchen in den eigenen Wesenskern möglich wird. Dadurch ist Yoga Nidra nicht nur ein Verfahren zum Stressabbau, sondern auch ein Weg zur Selbsterforschung und eine Form tiefer Meditation, bei der im Unbewussten liegende Kräfte ins Bewusstsein gehoben werden.
Heute ist Yoga Nidra wissenschaftlich untersucht und wird als Methode zur Beruhigung des Nervensystems in verschiedenen therapeutischen Kontexten angewendet, auch in der Arbeit mit Kindern. Im Unterschied zu vielen anderen Verfahren ermöglicht Yoga Nidra einen besonders tiefen Zugang zum Unbewussten, wo unsere dysfunktionalen Glaubenssätze und mentalen Muster gespeichert sind. Durch deren Bewusstwerdung und Auflösung entstehen heilende Prozesse in Körper und Geist.

Video: Interview mit Nirvana Strauch zum online Traumakongress "TRAUMA HEILUNG DURCH KÖRPER, SPIRITUALITÄT & EPIGENETIK" mit Gabriella Rist.

 

 

Was geschieht beim yogischen Schlaf?

In einer Yoga Nidra Session werden nacheinander die körperliche, die emotionale und die mentale Ebene angesprochen. Die Praktizierenden werden durch klar aufgebaute Sequenzen in einen Zustand tiefer Entspannung geführt. Dies geschieht innerhalb eines Rahmens, der Orientierung und Sicherheit vermittelt. Währenddessen kommen die Übenden in einen Zustand, in dem der Körper ruht, während das Bewusstsein wach bleibt.

Deswegen wird Yoga Nidra auch als bewusster oder psychischer Schlaf bezeichnet. Dieser Zustand ermöglicht ein tieferes Loslassen als im Alltagsbewusstsein und eröffnet den Zugang zu inneren, unbewussten Schichten. Die Übung von Yoga Nidra zeigt damit, dass über körperliches Loslassen ein Eintauchen in den eigenen Wesenskern möglich wird. Dadurch ist Yoga Nidra nicht nur ein Entspannungsverfahren, sondern auch ein Weg der Selbsterforschung und eine Form tiefer Meditation. Durch die Erfahrung des Yoga Nidra Zustandes kann sich Klarheit und eine stille, tiefgehende Ruhe entwickeln.

Ein zentrales Element ist das Sankalpa – ein innerer Vorsatz, der sanft im Unterbewusstsein verankert wird und Veränderungsprozesse begleiten kann.

Die Wirkung der Praxis von Yoga Nidra zeigt sich häufig in nachhaltiger Regeneration und wirkt zugleich stabilisierend im Alltag und Berufsleben.

Für wen ist das Seminar geeignet?

Das Yoga Nidra Wochenend-Seminar ist Teil der Integralen Yogatherapie Ausbildung und gleichzeitig offen für alle Interessierten. Es kann unabhängig von der Ausbildung besucht werden. Das Seminar richtet sich an Menschen, die sich selbst tiefer begegnen möchten – unabhängig von Vorerfahrung. Psychische Stabilität ist eine Voraussetzung.

Weitere Gründe für die Teilnahme

  • zur persönlichen Entschleunigung und Regulation

  • für die Reduzierung von Stress

  • für das persönliche Wachstum 

  • für Yoga-Lehrer*innen, Therapeut*innen, Kursleiter*innen in Gesundheitsberufen und Menschen, die Yoga Nidra in ihr Angebot integrieren möchten

Aufbau und Inhalt des Yoga Nidra Wochenend-Seminars

Die drei Tage sind in einem ausgewogenen Wechsel aus Theorie und Praxis gestaltet. Sanfte Bewegungs- und Atemübungen unterstützen die Vorbereitung auf die Yoga Nidra Praxis. Eine erfahrene Seminarleiterin begleitet dich achtsam durch die einzelnen Inhalte.

Inhalte des Seminars

  • Yoga Nidra als yogische Entspannungs- und Meditationsmethode
  • Spirituelle Aspekte 
  • Entstehung von Yoga Nidra​
  • Praxis Yoga Nidra & Chidakasha Dharana​
  • Therapeutischer Einsatz​
  • Traumasensible Aspekte
  • Didaktik und Integration in deine eigenen Kurse

Termine und Preise

Präsenz-Seminar (Berlin)

15.-17.01.2027

Online-Seminar

21.-23.05.2027

Preis: 350,-€

Inklusive im Preis: Getränke, Skript, Handouts, Teilnahmebestätigung

 

25-minütige Yoga Nidra Anleitung von Nirvana auf Youtube

Yoga Nidra-Anleitung

Anmeldung

Yoga Nidra ist das 7. Modul der Integralen Yogatherapie Ausbildung. 

Die Präsenzausbildung ist vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin als berufliche Weiterbildung anerkannt und von der Umsatzsteuer befreit. Sprich mit deinem Arbeitgeber!

Logo lageso berlin
Landesamt für Gesundheit und Soziales

Häufige Fragen & Antworten

Kann ich Yoga Nidra alleine praktizieren?
Grundsätzlich kann Yoga Nidra auch alleine praktiziert werden. Im therapeutischen Setting ist es jedoch wichtig, die Praxis behutsam einzuführen und individuell anzupassen, da innere Wahrnehmungsprozesse je nach Vorerfahrung als herausfordernd erlebt werden können.

Für deine eigene Praxis kannst du verschiedene Audio-Guides wie z. B. Audible, YouTube, Podcasts oder CDs nutzen, oder aber einen selbst erlernten Ablauf, wenn du schon Erfahrung mit der Methode gemacht hast. Am Anfang ist eine Führung geeignet, damit du nicht abschweifst.

Der Vorteil der eigenen Praxis ist, dass du Zeit und Dauer selbst bestimmst, in deiner gewohnten Umgebung praktizieren und leichter eine Routine aufbauen kannst.

Sorge für einen ruhigen, ungestörten Ort und eine bequeme Unterlage. Wenn du mit der Praxis von Yoga Nidra beginnst, starte mit kurzen Einheiten (10–20 Minuten) und steigere dich langsam.
Wie oft sollte man Yoga Nidra praktizieren?
Yoga Nidra kann regelmäßig praktiziert werden, sofern die Praxis als stabilisierend erlebt wird. Besonders bei erhöhter innerer Aktivierung oder traumatischen Vorerfahrungen ist es wichtig, Häufigkeit und Dauer individuell abzustimmen. Für stabile Menschen ist eine regelmäßige Praxis von mehrmals pro Woche bis hin zu täglich wirkungsvoll. Schon wenige Einheiten pro Woche können positive Effekte auf Schlaf, Stressregulation und Konzentration haben.
Welche Yoga Nidra Schule oder Tradition ist die beste?
Es gibt keine allgemein ‚beste‘ Yoga-Nidra-Tradition. Unterschiedliche Schulen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Entscheidend ist, dass die Praxis zu den Bedürfnissen und der aktuellen Situation der Praktizierenden passt. Die nirvanayoga Akademie unterrichtet Yoga Nidra nach der Satyananda-Methode und ergänzt sie um traumasensible Elemente.
Was sind die 8 Stufen bei Yoga Nidra?
Die klassische Yoga-Nidra-Praxis nach Swami Satyananda ist in acht Stufen unterteilt, die systematisch zu tiefer Entspannung und Bewusstsein führen:

1. Vorbereitung
2. Sankalpa / Entschluss
3. Kreisen der Wahrnehmung durch den Körper
4. Atembewusstsein / Atembeobachtung
5. Gegensatzpaare / Empfindungen
6. Visualisierung
7. Sankalpa / Entschluss
8. Rückkehr / Integration
Was bedeutet yogischer Schlaf?
Der Begriff ‚yogischer Schlaf‘ beschreibt den Zustand, der während Yoga Nidra erreicht wird: körperlich tief entspannt, geistig aber wach und aufmerksam. Anders als beim gewöhnlichen Schlaf bleibt das Bewusstsein aktiv, sodass der Körper regeneriert, Stress abgebaut und innere Prozesse bewusst wahrgenommen werden können.
Womit sind 30 Minuten Yoga Nidra vergleichbar?
Eine 30-minütige Yoga-Nidra-Praxis kann körperlich und mental ähnlich erholsam wirken wie 2–3 Stunden normalen Schlafs, da der Körper in einen Zustand tiefer Entspannung gelangt, während das Bewusstsein wach bleibt. Dabei sinkt Herzfrequenz und Blutdruck, die Muskeln entspannen sich vollständig, Stresshormone werden reduziert, und das Nervensystem kommt zur Ruhe – ähnlich wie bei einer kurzen, sehr erholsamen Schlafphase. Im therapeutischen Kontext kann diese Zeit zudem genutzt werden, um innere Stabilität, Ressourcen und emotionale Regulation zu fördern, ohne dass tatsächlicher Schlaf nötig ist.
Ist Yoga Nidra gut bei Bluthochdruck?
Ja, Yoga Nidra kann unterstützend bei Bluthochdruck wirken. Durch die tiefe körperliche Entspannung und die bewusste Beruhigung des Nervensystems sinken Herzfrequenz und Blutdruck, Stresshormone werden reduziert, und das vegetative Gleichgewicht wird gefördert.

Wichtig: Yoga Nidra ersetzt keine ärztliche Behandlung. Menschen mit Bluthochdruck sollten die Praxis ergänzend nutzen und bei bestehenden Beschwerden Rücksprache mit ihrem Arzt halten.
Welche Kontraindikationen gibt es für Yoga Nidra?
Yoga Nidra ist grundsätzlich sanft und für die meisten Menschen geeignet. Dennoch gibt es Situationen, in denen besondere Vorsicht geboten ist, sowohl nach der klassischen Satyananda-Tradition als auch aus therapeutischer Sicht:

1. Akute psychische Krisen – z. B. starke Angstzustände, akute Depression oder Psychosen.

2. Schwere körperliche Erkrankungen – z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akute Verletzungen oder starke Rückenprobleme, die längeres Liegen erschweren.

3. Trauma oder erhöhte innere Aktivierung – Menschen mit unverarbeiteten Traumata können unter intensiven Bildern oder Körperwahrnehmungen Stress oder Flashbacks erleben. Hier ist eine traumasensible Anpassung notwendig.

4. Schwangerschaft – längeres Liegen kann schwierig sein, Liegepositionen sollte angepasst werden. Hormonelle Veränderungen können zu Müdigkeit und Schwindel führen.

Hinweis: Yoga Nidra ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Beschwerden sollte vorab eine ärztliche oder therapeutische Rücksprache erfolgen.“